In Korea wurden 2025 insgesamt 652.035 inländische IP-Anmeldungen eingereicht, 4,4 % mehr als im Vorjahr. Die Patentanmeldungen stiegen um 5,9 % auf 260.797 und damit auf den höchsten Stand seit Beginn der Statistik im Jahr 1976. Markenanmeldungen nahmen um 3,6 % auf 327.669 und Designanmeldungen um 1,6 % auf 60.935 zu.
Unternehmen sichern trotz wirtschaftlicher Unsicherheit weiterhin Technologie und Marken ab. Reine Anmeldezahlen sind jedoch noch keine Strategie. Pine IP Firm zeigt, welche Signale Unternehmen aus dem koreanischen Jahresbericht 2025 lesen sollten.

| Recht | Anmeldungen | zum Vorjahr | Eintragungen | zum Vorjahr |
|---|---|---|---|---|
| Patente | 260.797 | +5,9 % | 156.149 | +22,2 % |
| Gebrauchsmuster | 2.634 | +7,9 % | 1.200 | +14,4 % |
| Designs | 60.935 | +1,6 % | 48.004 | +2,2 % |
| Marken | 327.669 | +3,6 % | 223.226 | +11,9 % |
Die Gesamtzahl der Eintragungen stieg um 14,2 % auf 428.579; bei Patenten betrug der Zuwachs 22,2 %. Das zeigt, dass jüngere Anmeldungen in erteilte Rechte übergehen. Es bedeutet aber nicht, dass jedes Patent wirtschaftlich stark ist. Anspruchsumfang, Erkennbarkeit einer Verletzung, Umgehungsrisiko und Schutz für Folgeprodukte müssen gesondert geprüft werden.
Nach der WIPO-Technologieklassifikation stiegen Patentanmeldungen in der Elektrotechnik um 11,4 % und im Instrumentenbereich um 5,3 %. In den Unterfeldern nahmen E-Commerce um 26,4 %, Computertechnologie um 19,6 % und Medizintechnik um 10,5 % zu. AI und AI-Anwendungen zeigen damit ein besonders starkes Wachstum.

Bei Großunternehmen konzentrierten sich Anmeldungen auf elektrische Maschinen und Energie, Halbleiter und Computertechnologie. Bei KMU und Privatpersonen hatte E-Commerce mit 13,6 % beziehungsweise 16,1 % den höchsten Anteil. AI-Patente sind damit nicht mehr nur ein Thema der Hightech-Fertigung, sondern auch von Handel, Plattformen, Gesundheit und Dienstleistungen.
Die bloße Formulierung „unter Einsatz von AI“ schafft selten ein starkes Recht. Erforderlich sind Eingabedaten, Vorverarbeitung und Entscheidungslogik, die durch die Ausgabe veränderte Geräte- oder Dienstzustände sowie messbare Verbesserungen bei Genauigkeit, Geschwindigkeit oder Ressourcenverbrauch. Datenflüsse und Ausnahmebehandlungen sollten bereits während der Entwicklung dokumentiert werden.
Klasse 35 für Werbung lag mit 53.706 Anmeldungen an erster Stelle. Klasse 9 für Computersoftware stieg um 8,5 % auf 24.774, Klasse 3 für Kosmetik um 18,8 % auf 22.444. Bei mittelgroßen Unternehmen nahmen Klasse 36 für Versicherungs- und Finanzdienste um 54,3 % und Klasse 42 für Softwaredesign und -entwicklung um 27,9 % zu.

Das Waren- und Dienstleistungsverzeichnis muss dem Geschäftsmodell folgen. Ein AI-Dienst kann Klasse 9 für herunterladbare Software, Klasse 42 für SaaS und Entwicklung, Klasse 35 für Onlinehandel oder Werbung und gegebenenfalls Klasse 36 für Finanzdienste benötigen. Maßgeblich sind das aktuelle Angebot, die Produktplanung für ein bis drei Jahre und die Zielmärkte im Ausland.
Anmeldevolumen ist ein wichtiger Innovationsindikator, doch die Schutzwirkung hängt von Qualität und Platzierung der Rechte ab. Mehrere Patente helfen wenig, wenn Wettbewerber die Ansprüche leicht umgehen können. Ein abgestimmter Schutz aus Patenten, Designs und Marken kann dagegen Algorithmus, Benutzeroberfläche, Produktgestaltung und Dienstleistungsnamen auf mehreren Ebenen absichern.
260.797, 5,9 % mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit Beginn der Statistik 1976.
E-Commerce um 26,4 %, Computertechnologie um 19,6 % und Medizintechnik um 10,5 %.
Vor einer Veröffentlichung sollten Datenfluss und technische Wirkung dokumentiert sowie vor dem Markenstart ähnliche Zeichen und erforderliche Klassen geprüft werden.
Nicht zwingend. Entscheidend sind geschäftsbezogener Anspruchsumfang, Erkennbarkeit, Schutz von Folgeprodukten und Übereinstimmung mit Auslandsmärkten.
Dieser Beitrag dient nur der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung. Die konkrete Anmeldestrategie hängt von Technologie, Veröffentlichungsplan und Zielmärkten ab.