Bei der Auswahl einer koreanischen Patentanwaltskanzlei sind die tatsächlich zuständigen Personen, die technische Fachkenntnis, die Kontrolle koreanischer Anspruchstexte, Fristen, Berichte, Interessenkonflikte und Gebühren zu prüfen.

Die Kanzlei sollte benennen, wer Übersetzungen, Ansprüche, Bescheidserwiderungen und Schlussprüfung bearbeitet. Maßgeblich ist die Erfahrung der Bearbeiter in dem konkreten Gebiet, etwa Halbleiter, Kommunikation, Software, Biotechnologie, Chemie oder Maschinenbau.
Zu prüfen sind Terminologielisten, anwaltliche Kontrolle unabhängiger Ansprüche, Zahlen- und Bezugszeichenprüfung sowie Versionskontrolle bei PCT-Änderungen. Verantwortlichkeiten von Übersetzer und Patentanwalt müssen getrennt ausgewiesen sein.
Das Fristensystem muss amtliche Frist, interne Weisungsfrist, Verlängerbarkeit und Eskalation abbilden. Ein Bescheidsbericht sollte betroffene Ansprüche, Rechtsgrund, Fundstellen, koreanische Praxis, Änderungsoptionen, geschäftliche Auswirkungen und letzte Antwortfrist enthalten.
Der Konfliktcheck sollte Anmelder, verbundene Unternehmen, Lizenznehmer, Forschungspartner und bekannte Gegner erfassen. Für Quellcode und unveröffentlichte Erfindungen sind Zugriffsrechte, Speicherort, externe Übersetzer und Löschung ausgeschiedener Benutzer zu dokumentieren.
Angebote sind nach Arbeitsschritt zu vergleichen: Anmeldung, Übersetzung, zusätzliche Ansprüche, Priorität, Prüfung, Bericht, Erwiderung, Interview, Teilanmeldung, Beschwerde, Registrierung und Jahresgebühren. Amtsgebühren, Honorare, Übersetzung und Auslagen müssen getrennt sein.
Die Auswahlentscheidung sollte anhand derselben Musterakte und derselben Bewertungskriterien dokumentiert werden. So bleibt neben den Kosten auch die Qualität von Anspruchsumfang, Fristen und Berichterstattung überprüfbar.